Die letzten Jahrzehnte waren von gewaltigem technischen Fortschritt geprägt. Das ging auch an den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gindorf nicht spurlos vorbei. Seit anbeginn des Bestehens der FFW Gindorf wurden die Hilfsmittel zur Brandbekämpfung immer weiter modernisiert und aufgerüstet.

 

So hatten unsere Vorfahren seit der Gründungszeit bei der Brandbekämpfung beschiedene Hilfsmittel wie diesen Handkarren zum Transport von Material.

 

 

Eine regelrechte Neuerung brachte damals, 1919, der von Pferden gezogene "Rote Hahn", ein Karren zum Transport von Mannschaft und Material sowie der eingebauten Pumpe. Während vier Mann an der Pumpe ihren Dienst verrichteten, konnten die anderen Kameraden mit schier grenzenlosem Vorrat an Löschwasser die Brandbekämpfung antreten. Auch die Größe des neuen Gefährts brachte ihre Vorteile, so gehörte nun auch eine Leiter mit zum Inventar. Nicht zu verachten ist allerdings auch die Geschwindigkeit dieses Flitzers - durch die vierbeinige Antriebsleistung waren die freiwilligen Helfer damals schon relativ schnell vor Ort. Heute dient der "Rote Hahn" allerdings nur noch zu historischen Zwecken.

 

 

Natürlich, als die Pferde auf dem Feld durch Traktoren ersetzt wurden, hatte auch der "Rote Hahn" keine aktuelle Antriebsleistung mehr zu bieten. Außerdem hatte ab 1969 der TSA unter anderem auch den Vorteil einer TS8/8, die nur noch beim Aufstellen vier Kameraden den Schweiß abverlangte. Die altbewährte Ausrüstung des Anhängers leistete viele Jahre gute Dienste.

 

 

Auf dem Land ist auch die Wasserversorgung weitläufig. Viele Stellen innerhalb der Ortsgemeinde haben keinen direkten Zugang zu ausreichend Löschwasser. Viele Brunnen, die früher die Bevölkerung mit Wasser versorgten, wurden im laufe der Jahre durch das öffentliche Wassernetz verdrängt. So kam es, dass ein Transport von großen Mengen an Löschwasser über oft große Strecken immer wieder zum Problem wurde. Der in Eigenleistung erbaute 1. Tanklöschanhänger, ebenfalls gezogen durch einen Traktor, mit einem Fassungsvermögen von 6500 Litern bot außerdem ausreichend Platz für alle nötige Ausrüstung. In der Zeit von 1976 bis 1991 leistete dieser Wagen mit riesigem Tank wertvolle Dienste.

 

 

Auch die heutigen Generationen streben nach guter Ausrüstung zum Kampf gegen die Gefahren dieser Welt. So ist der aktuelle Fuhrpark das Ergebnis stetiger Bemühungen und unermüdlichen Eigenleistungen der Kameraden.